
Filme zeichnen Bilder, wo Worte oft nicht ausreichen, und eröffnen neue Zugänge zu Menschen, Geschichten und Realitäten. Unsere Filmtage laden dazu ein, Israel aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben – vielschichtig, nahbar und emotional.
Eine abwechslungsreiche Auswahl an Filmen verschiedenster Genres zeigt das Leben in Israel in seinen unterschiedlichen Facetten. Ergänzt wird das Programm durch passende kulinarische Eindrücke und kleine sprachliche Einblicke, die das Erlebnis abrunden und vertiefen.
So entsteht ein lebendiges Zusammenspiel aus Film, Kultur und Begegnung. Perspektivenvielfalt trifft auf Genuss und Austausch – yalla, lassen Sie uns gemeinsam eintauchen!



So., 10.05.2026 | Beginn: 19:30h
Drama | Coming of Age in Haifa im Schatten der Shoah
Regie: Avi Nesher, 2010
Coming-of-Age-Film im jungen Staat Israel 1960, auf dem der schwere Schatten des Holocaust liegt
Der junge Arik lebt in der Industriestadt Haifa der 60er Jahre. Die Shoah liegt wie ein finsterer Schatten über dem Land, doch niemand spricht darüber. Arik bekommt einen Job bei einem Heiratsvermittler, er soll wie ein Detektiv die Kandidaten und Kunden seines Chefs überprüfen. Am Ende muss sich der Junge entscheiden zwischen der Loyalität gegen seinen Freund oder dem Gesetz seines Staates.

Di., 12.05.2026 | Beginn: 08:30h
Drama | vom „Feind“ geförderter hochbegabter muslimischer Schüler
Regie: Eran Riklis, 2014
Ein hochbegabter junger Moslem wird gefördert vom „Feind“:
Ein begabter junger Araber bekommt ein Stipendium für eine israelische Elite-Schule. Er findet sich gefördert vom „Feind“, erlebt eine Romeo und Julia Geschichte und muss sich mit den neuen Realitäten in seinem neuen Leben abfinden und klarkommen.

Di., 12.05.2026 | Beginn: 18:30h
Komödie | Feel Good Movie zum Eurovision Song Contest
Regie: Eytan Fox, 2013
Feel good Movie zum Schlager-Wettbewerb!
Mit Witz und schlagfertigen Dialogen spannen die Figuren den Bilderbogen der heterogenen Gesellschaft Israels auf. Von Ehekrise über politischen Theaterdonner bis Selbstfindung ist alles dabei und wunderbar erzählt!
Le Chaim!

Do., 14.05.2026 | Beginn: 18:30h
Drama | gescheiterter Suicide-Bomber bekommt 48 Stunden Leben geschenkt
Regie: Dror Zahavi, 2008
Der junge Palästinenser Tarek war einmal vor langen Jahren der Hoffnungsträger der israelisch-arabischen Fußballwelt - und nun zündet seine Bombe nicht. Er versucht, bei einem ahnungslosen alten Elektrohändler einen neuen Schalter zu kaufen. Wegen Shabat dauert das aber. Der alte Mann lädt den jungen Fremden zum Abendessen ein und beherbergt ihn. Tarek lernt die hübsche Keren kennen und erfährt die Schicksale der alten Eheleuten und der jungen Frau. Dann muss er sich entscheiden.

So., 17.05.2026 | Beginn: 18:30h
Komödie | Schwarze Komödie über den Wehrdienst für Frauen in Israel
Regie: Talya Lavie, 2014
Der Komödienhit von 2014!
Junge Frauen erledigen Büro- und Assistenzjobs an einem abgelegenen Stützpunkt der israelischen Armee. Die Kaserne liegt weit ab von jeder Art kulturellem Angebot. Aus Langeweile entstehen „große“ Ideen, um die Zeit herumzubringen. Zwischen Kaffeekochen, Akten sortieren und vernichten, Liebeleien mit den Jungs gibt es wenig Unterhaltung. Das hat Folgen.

Di., 19.05.2026 | Beginn: 18:30h
Drama | Die Macht der erzählten Geschichten
Regie: Amin Matalqa, 2007
Jordaniens 1. Film nach 50 Jahren: Die stärkste Macht haben die Geschichten, die wir uns erzählen. Ein kinderloser Witwer wird zum Hoffnungsträger der Kinder in seinem Wohnviertel
Er arbeitet am Flughafen von Aman und findet eine Pilotenmütze. Prompt verehren ihn die Kinder in seinem Viertel als Piloten, der überall hinfliegt, wovon sie träumen. Aber dann kommt es zu Streit und Konflikten.

Do., 21.05.2026 | Beginn: 18:30h
Drama | Episodenfilm um einen tragisch getöteten Soldaten
Regie: Samuel Maoz, 2017
Egal, wo man anfängt, man endet immer genau an der gleichen Stelle. Hervorragende Bilder!
Ein Ehepaar erhält von einem Team der Armee die Nachricht, ihr Sohn sei ums Leben gekommen. In Wellen bricht der Schock über sie herein, bis sie erfahren, dass es eine gravierende Verwechslung gab. Inzwischen wird gezeigt, was der Sohn und seine Kameraden an ihrem Grenzposten tun und womit sie zurechtkommen müssen. Der Sohn stirbt bei der Rückfahrt nach Hause unter tragischen Bedingungen.

So., 24.05.2026 | Beginn: 18:00h
Drama | Eine Migrationsgeschichte im modernen Israel
Regie: Radu Mihăileanu, 2005
Ein äthiopisches Kind überlebt nur als Jude getarnt
Ein christlicher Junge muss sich als Jude tarnen. In einem Flüchtlingslager im Sudan der 80er Jahre beobachtet eine christliche Mutter, dass ihre „Nachbarin“ ihren Sohn begraben muss, aber als Jüdin nach Israel evakuiert wird. Sie schickt ihren eigenen Sohn mit. Fortan muss der Junge in einem fremden Land mit einer fremden Religion zurechtkommen, was ihn in schwere Konflikte stürzt.
Der Film ist inspiriert von der „Operation Moses“, bei der die äthiopischen Juden nach Israel gebracht wurden.